Für
die Lehrerin Hanka Gatter fängt die Zukunft in der Schule an.
Sie hat sich nach dem Studium der Germanistik und Geschichte
entschieden, an einer „freien Schule“ zu unterrichten.
Den
Stundenplan bestimmen nicht isoliert Mathematik, Geschichte oder
Geographie, sondern komplexe Themen, mit denen sich die Lerngruppen
auseinandersetzen. Da geht es Umweltfragen, das Leben in der
Gesellschaft oder auch um die Konflikte in der Welt oder den
Nationalsozialismus gestern und heute.
„Differenzierte
Rückmeldungen zu ihrem Lernfortschritt sind für Schülerinnen und
Schüler ganz wichtig. Noten von 1 bis 6 werden dem nicht vollständig
gerecht.“, meint Hanka Gatter. Und so stehen die klassischen
Zensuren bei ihr auf den Prüfstand.
Wie
es an ihrer Schule läuft, was ihr Freude macht und was Verdruss
verursacht, erzählt Hanka Gatter im Podcast „Man müsste mal …“
„Was passiert mit meinen Ersparnissen? Was machen die Banken damit?“, fragte sich Heiner Möhring schon vor vielen Jahren. „Ich möchte nicht, dass mit meinem Geld zum Beispiel „Rüstung“ finanziert wird. Ich möchte es nachhaltig und ökologisch anlegen.“
Seit 11 Jahren engagiere er sich im Oikocredit Förderkreis Norddeutschland e.V. Von der Möglichkeit einer sinnvollen, unterstützenden und nachhaltigen Geldanlage hatte Heiner Möhring gleich nach der Wende zu seiner Zeit als Präses der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs gehört. Und als er dann später etwas Geld übrig hat, wollte er etwas Gutes damit machen und hat in Genossenschaftsanteilen der Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit angelegt.
Schwerpunkte der Unterstützung sind Bereiche der Landwirtschaft, erneuerbare Energien und Fairer Handel. Wer nur sein Geld vermehren will, ist bei Oikocredit nicht unbedingt an der richtigen Stelle. Hier geht es um eine soziale, nachhaltige Geldanlage, um die Unterstützung von Menschen.
An den Großen Dreesch in Schwerin habe Björn Stephan beim Schreiben nicht
gedacht, auch wenn er als Kind dort gewohnt hat, wie auch in Lankow und
Krebsförden. Sei Debutroman „Nur vom Weltraum aus ist die Erde blau“ könnte eigentlich in jeder
ostdeutschen Stadt, in jedem Neubauviertel spielen. Vielleicht auch
in einer westdeutschen Platte oder sogar in den Banlieues von
Paris, sagt der frischgebackene Buchautor und räumt ein, dass dies besonders
für die persönlichen Geschichten der Hauptfiguren im Buch gilt.
Björn Stephan, geboren in Schkeuditz, aufgewachsen in
der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern, lebt heute in
München und besucht regelmäßig seine Familie in Schwerin. Seine
Reportagen und Texte wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit
dem Deutschen Sozialpreis, dem Axel-Springer-Preis und dem
Reporterpreis.
Wie es ist zu sagen, man müsste mal Geschichten, die 1994 in einer Plattenbausiedlung spielen könnten aufschreiben und veröffentlichen und wie sich das von seiner sonstigen Arbeit unterscheidet, darüber haben wir mit Björn Stephan gesprochen.
„Fofftein!“ rief mein Großvater immer dann, wenn für ihn eine Pause anstand.
Auch wir legen heute mal Pause ein und blicken zurück auf 15 Folgen des Podcast „Man müsste mal“. Wir, Andreas Lußky und Claus Oellerking, sprechen mit Menschen aus der Region, mit Leuten die zupacken und loslegen, wenn ihnen der Gedanke „man müsste mal“ kommt und sie sicher sind, dass sie etwas Gutes tun.
Unsere Gesprächspartner kommen aus Kleingärten, aus Kultur und Kommerz und wollen alle die Welt ein bisschen besser machen. Hier in Schwerin oder der weiten Welt.
Im Zeitraffer werfen wir einen Blick auf 15 Beiträge, die seit dem Sommer 2020 online gegangen sind. Gibt es die Akteure und ihre Vorhaben noch? Was ist seither passiert? Wie geht es dort weiter?
5 Jahre in Schwerin: Rahaf Tabboush liebt Rindrouladen und Asem
Alsayare Spargel und Rote Grütze. Die zwei kommen aus Syrien und
sind im Vorstand von Miteinander-Ma’an e.V.
„Man müsste mal, wenn man in
Schwerin neu ist, mit anderen etwas gemeinsam machen, ein gemeinsames
Ziel haben und daran arbeiten.“, sagen Rahaf Tabboush und Asem
Alsayare vom Schweriner Verein „Miteinander – Ma’an e.V.
„Ma’an“ ist das arabische Wort
für Miteinander. Der Verein wurde 2016 gegründet. Damals war die
Idee, mit einigen Syrern und der Flüchtlingshilfe Schwerin etwas auf
die Beine zu stellen, bei dem es um das Miteinandermachen geht.
Integration geht nicht von alleine,
das geht nur gemeinsam. Deutsche, Syrer, Iraner, Türken und andere
engagieren sich mehr oder wenige intensiv im Verein. Er ist offen für
weitere Nationen.
Beispiele für gemeinsame Projekte
sind eine Veranstaltung, bei der Menschen in 23 Sprachen aus Büchern
vorlesen. Ein anderes war die Gründung der „arabischen
sonntags:Schule!“, in der Kinder aus arabischsprechenden Familien
ihre Muttersprache lernen.
Auch Schwimmunterricht für Kinder
organisiert der Verein Miteinander – Ma‘an – gemeinsam mit der
Wasserrettung des ASB seit 2016. Inzwischen haben mehr als 130 Kinder
und auch Erwachsene schwimmen gelernt.
Über ihr Engagement im Verein
Miteinander – Ma’an e.V., die kommenden Aktivitäten und die fünf
Jahre, die sie nun in Schwerin leben in Schwerin sprechen Rahaf
Tabboush und Asem Alsayjare mit Andreas Lußky und Claus Oellerking
im Podcast „Man müsste mal
…“