Man
müsste mal … eine Nacht lang unter dem Sternenhimmel liegen…
Für
manche Leute ist es einfach nur „der Himmel“. Für Mathias
Schulze ist genau dieser Himmel sehr viel mehr. „Man müsste sich
mal die Zeit nehmen, sich die ganze Nacht lang unter den Sternehimmel
zu legen und versuchen ihn in all seiner Pracht festzuhalten.“,
sagt der Hobbyfotograf und gerät ins Schwärmen.
Wie
so oft zieht Schulze an einem späten Juliabend im Sommer 2020 mit
seiner Kamera los. Er wusste, es würde ein klarer Himmel werden in
der dunklen Nacht. Und er wusste, es gäbe etwas zu sehen: Der Komet
C/2020 F3, mehr als 100 Millionen Kilometer von der Erde entfernt,
sollte mit bloßem Auge sichtbar sein.
In
dieser Nacht gelingt dem Sternehimmel-Fan ein wirklich besonderes
Foto. Der Komet über dem Schweriner Schloss! „Etwas Glück gehörte
dazu.“, so Mathias Schulze. Und wenn er das sagt, stimmt es sicher
und zugleich untertreibt er ein bisschen. Denn so ganz unvorbereitet
geht er natürlich nicht vor die Tür. Und wenn es draußen kalt
wird, dann ist warme Kleidung ein Muss.
Über
seine Leidenschaft und über die Voraussetzungen, die es sonst so
braucht, wenn man die Nacht mit der Kamera unter dem Sternenhimmel
verbringen möchte, spricht Mathias Schulze im
Podcast „Man müsste mal …“
Diese Folge haben wir am 27. April 2021 aufgenommen.
Ihre Mission: Lebensmittel retten
Sie sind „Botschafter“. Und sie leben in Schwerin. Dorothea Kramer und Stefan Klobe vertreten eine Idee und haben eine Botschaft: Sie retten Lebensmittel mit „foodsharing“.
Etwa 4 Milliarden Tonnen Lebensmittel werden weltweit jedes Jahr produziert. Fast ein Drittel der produzierten Lebensmittel, das heißt 1,3 Milliarden Tonnen, landen im Müll.
„Wir alle sind dafür verantwortlich, dass Lebensmittelhändler, Produzenten, Gastronomen und Haushalte jedes Jahr tonnenweise Lebensmittel wegwerfen.“, sagt Dorothea Kramer. Und genau hier setzen sie und Stefan Klobe mit ihrem ehrenamtlichen Engagement an.
„Stefan und ich sind Mitglieder der Initiative „foodsharing“. Wir „retten“ ungewollte und überproduzierte Lebensmittel in privaten Haushalten sowie von regionalen Herstellern oder Händlern.
Die „foodsharing-Initiative“ entstand 2012 in Berlin. Bis heute ist sie zu einer internationalen Bewegung mit über 200.000 registrierten Nutzern in Deutschland, Österreich, der Schweiz und weiteren europäischen Ländern herangewachsen.
In Schwerin hat die Gemeinschaft der Lebenmittelretter gut 20 aktive Mitglieder.
Kramer und Klobe sind überzeugt:“ 2/3 der gesamten Lebensmittelverschwendung könnten durch Engagement von Lebensmittelerzeugern und -händlern, Foodsavern und Privatpersonen vermieden werden.“ Dafür wollen sich die angehende Psychologin und der Student der Elektrotechnik in der Landeshauptstadt auch weiterhin einsetzen.
Darüber berichten Dorothea Kramer und Stefan Klobe im Podcast „Man müsste mal …“
Ökostrom,
energieeffiziente Haushaltsgeräte, „grüne“ Textilien,
Papierprodukte oder Lebensmittel sind nicht mehr nur Nischenprodukte.
Doch wie werden sie hergestellt?
„Ist
auch die Produktion „grün“?“, fragt sich der Schweriner Paul
Sorsch und hat auch gleich eine Antwort parat: „In vielen
Produktionsanlagen und Maschinen finden sich Bauteile, die weder
unter „grünen“ Bedingungen noch aus „grünen“ Werkstoffen
hergestellt sind.“
Paul
Sorsch ist Gründer. Der Elektroniker für Betriebstechnik und
Staatlich geprüfter Techniker, Fachrichtung Konstruktion und
Produktentwicklung mit reicher Erfahrung in der Konstruktion von
Maschinen ist Inhaber des Start Ups „Greendynamics“ mit Sitz im
Schweriner TGZ.
Woran
genau er arbeitet und wie er sich die Zukunft vorstellt, berichtet
Paul Sorsch im Podcast „Man müsste mal …“
Der Vergleich mit dem Garagen-Gründer Bill Gates gefällt Julius Gabele nicht. Und wenn der Vergleich auch hinkt: das Magazin KATAPULT aus Greifswald ist eine Idee und Gründung gegen den Trend. Es ist sehr erfolgreich und wird gerne mal plagiiert.
KATAPULT hat sich zum Ziel gesetzt, auch komplizierte Zusammenhänge der Politik und Wirtschaft durch Artikel, Karten und Grafiken auch für Leute ohne Vorwissen verständlich zu präsentieren. Die Redakteure und Wissenschaftler von KATAPULT bauen aus den Statistiken und Studien der Sozialwissenschaften vereinfachte und detaillierte Grafiken. Sie tragen wissenschaftliche Diskurse zum aktuellen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Geschehen in die Bevölkerung.
Das erste KATAPULT-Heft erschien Anfang 2016 mit einer Auflage von 10.000 Exemplaren. Damals waren sie zu dritt. Julius Gabele war der Vierte, als er 2017 als Onlinechef beim Greifswalder Start-Up einstieg. Heute werden vierteljährlich 150.000 Exemplare in Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz verkauft, dazu Bücher, Poster und Kartenspiele. 34 Personen arbeiten aktuell beim Magazin und im Verlag und es kommen für die Online Zeitung noch ein paar hinzu.
Julius Gabele ist von der Idee und dem Konzept überzeugt und erzählt im Podcast „Man müsste mal …“ über Hintergründe, Umzüge, Auseinandersetzungen mit Tricksern und Kopieren und über die Pläne der Greifswalder.
Man müsste mal … ein bisschen mehr Leben in die Stadt bringen!
Der Schwerin-Wiederkommer ist seit gut vier Jahren erneut am Mecklenburgischen Staatstheater und steht dort aktuell als der „Kellner“ in „Geschlossene Gesellschaft“ von Jean-Paul Sartre aus der Bühne. „Wir sind als Ensemble ein Teil der Stadtgemeinschaft und tragen auf verschiedene Weise zum Stadtleben bei.“
Was ist heute noch politisch? Die Frage hat er sich gestellt. Bei den letzten Wahlen zur Stadtvertretung hat er dann auf der Liste der „Grünen“ kandidiert. – Schwupps sitze ich in der Stadtvertretung.“, lacht Neuhaus, der inzwischen auch Mitglied bei „Bündnis 90 / Die Grünen“ geworden ist.
Neuhaus packt an. Er setzt sich ein für eine innenstadtnahe Badestelle, stellt eigene Anträge. Gemeinsam mit Thomas Jezerkowski und anderen Partnern will er aus dem Säulengebäude am Alten Markt wieder einen lebendigen Ort machen.
Als wir im Herbst 2020 den Podcast aufgezeichnet haben, gingen wir davon aus, dass sich die Türen des schönen und umgestalteten Säulengebäudes zu Ostern 2021 öffnen. Das wird nun wohl erst einmal nichts. Aber Neuhaus bleibt zuversichtlich.
Über seine Rückkehr nach Schwerin, die Erfahrungen aus dem Wahlkampf und sein Engagement in und für die Landeshauptstadt spricht Martin Neuhaus mit Andreas Lußky und Claus Oellerking im Podcast „Man müsste mal…“