• Man müsste mal... Podcast

    Folge 154: Michael Kockot – Perspektivwechsel

    Man müsste mal…die Perspektive wechseln!

    Kann man mit der Kamera die Welt verbessern?

    Michael Kockot ist Kameramann. Mit der Kamera sieht er die Welt ein bisschen anders als die meisten Menschen. Fokussiert. Auf Ereignisse, auf Menschen, auf Dinge, die geschehen. Und seine Bilder, seine Filme wirken, wenn sie entstehen und natürlich auch, wenn sie gesehen werden.

    „Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“ sagte der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt im Wahlkampf 1980, als er nach seinen Visionen für das zukünftige Deutschland gefragt wurde. Michael Kockot hatte schon als Jugendlicher Visionen. Er ging statt zum Arzt in die Lehre, machte eine Ausbildung zum Schlosser und wollte wissen, ob sich seine Vorstellungen von einem guten Leben für alle, von einer gerechten Welt und von Frieden an der Basis, dort wo gearbeitet wird, verwirklichen lässt. Ernüchterung folgte.

    Durch einen Zufall bekam er eines Tages eine Filmkamera in die Hand und seine Sicht auf die Dinge, seine Perspektive veränderte sich. Mit der Kamera schien es auf eine besondere Weise möglich zu sein, Dinge einzufangen, zu transportieren und so zu Veränderungen beizutragen.

    Ob in Togo, in Uganda oder hier in Schwerin, Michael Kockot bringt sich ein, will gestalten. Und dafür geht er auch mal in die Höhe.

    2019 war der Schweriner Fernsehturm schon drei Jahre lang geschlossen, als Kockot in dem Wahrzeichen ein Kunstprojekt initiierte. Das „Mitmachmuseum“ zeigte eine Ausstellung über den Großen Dreesch, der zwei Jahre später 50 Jahre alt wurde. Das Museum funktionierte als Sammelstelle für Erinnerungen, Fotos und andere Zeitdokumente aus Jahrzehnten. Jeder konnte seine persönliche Dreesch-Geschichte erzählen und aufzeichnen lassen. Und natürlich auch noch einmal hinauf fahren auf die Aussichtsplattform des Turms. Eine Woche lang. Gut 3.000 Gäste. Und dann war Ende.

    Doch das Leben auf dem Großen Dreesch geht weiter und Kockot ist immer mal wieder mit der Kamera dabei. So auch für den Eröffnungsfilm des Schweriner Filmfest 2026 „Garten der Hoffnung“ (Regie/Buch: Dieter Schumann, Cinematograph: Michael Kockot). Der Film wurde mit dem „Vielfaltspreis 2026“ ausgezeichnet.

    In dieser Podcast-Folge mit Andreas Lußky und Claus Oellerking berichtet Michael Kockot über seinen persönlichen Weg, seine Perspektiven und Perspektivenwechsel in einer sich wandelnden Gesellschaft hier mitten in Schwerin, der Lebenshauptstadt.

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    Kontakt zu Michael Kockot:

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    Janine Rudolph & Sebastian Hüller – Prüf MV

    Man müsste mal…rechtsextreme Verdachtsfälle prüfen!

    „Wir sind jetzt wirklich mal für etwas und nicht wie bei anderen Gelegenheiten gegen etwas“, meint Sebastian Hüller und zitiert die zentrale und einzige Forderung der Prüf-Kampagne: „Alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden. Das ist alles.

    Dies ist der Plan: Die Unterstützer der Forderung demonstrieren in allen 16 Landeshauptstädten so lange, bis der Bundesrat beim Bundesverfassungsgericht die Überprüfung aller vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuften Parteien beantragt hat. Der Antrag zur Prüfung soll über die Bundesländer durch den Bundesrat auf den Weg gebracht werden.

    Es gibt drei Akteure in Deutschland, die beim Bundesverfassungsgericht beantragen können, dass eine Partei auf ihre Verfassungsmäßigkeit überprüft wird: Bundestag, Bundesregierung und Bundesrat. Die Aktiven um Nico Semsrott, den ehemaligen Abgeordneten des Europaparlaments, sehen den Weg über den Bundesrat als die beste Möglichkeit, eine Mehrheit für den Antrag zu erreichen.

    „Mit unseren Demonstrationen setzen wir uns dafür ein, dass der Bundesrat die ihm auferlegten Pflichten auch ausführen soll – insbesondere den Schutz des Rechtsstaats vor politischen Organisationen, die ihm schaden wollen“, so Janine und Sebastian übereinstimmend. „Prüf heute, schütz morgen. Es geht um unsere Demokratie.“

    Wie die Sache hier im Bundesland so läuft, wer wann wofür unterwegs ist, was sonst noch so geprüft in Deutschland wird und warum die Forderung nicht auch linksextreme Parteien einschließt, das erläutern und Janine und Sebastian in dieser Folge des Podcast „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking.

    Diese Folge haben wir am 11. April 2026 aufgenommen.

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    Nico Semsrott erklärt PRÜF!

    Beatrice Rothe / Anne Voege – Adipositas Selbsthilfegruppe

    Man müsste mal…anerkennen, dass Adipositas eine chronische Erkrankung ist!

    Mit 150 Kilogramm fing es an. Naja, nicht wirklich. Für Beatrice Rothe(56) hörte es damit eigentlich auf. „So ging es nicht weiter!“, sagt sie und berichtet von einem Erlebnis beim Gynäkologen, das den Weg zum Abnehmen bereitete. Sie ist 164 cm groß und wiegt heute 75 Kilogramm. „Adipositas gilt medizinisch als chronische Erkrankung und ist nach aktuellem Wissensstand nicht heilbar“, stellt sie klar 

    „Beatrice hat einen ganzen Menschen abgenommen“, unterstreicht Anne Voege (44) die eindrucksvollen Zahlen. Sie selbst ist 156 cm groß und wog vor einem halben Jahr 141,5 Kilogramm. „Völlig klar, ich habe einfach immer zu viele gegessen und wurde immer dicker“, sagt sie, „Zum Glück hatte ich noch keine Begleit- oder Folgeerkrankungen. ZU meinem Hausarzt habe ich gesagt, ich wolle einfach nur gesund bleiben“.

    „Erwachsene mit Adipositas haben eine niedrigere Lebenserwartung und ein erhöhtes Risiko für chronische Krankheiten. Adipositas ist also nicht “nur” ein kosmetisches Problem, es ist ein medizinisches Problem, das das Risiko für andere Erkrankungen und Gesundheitsprobleme (z.B. Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Fettleber, verschiedene Krebsformen, Schlafapnoe) erhöht“, heißt es auf der Internetseite der Deutschen Adipositas Gesellschaft.

    Der Weg von Beatrice und Anne führte in das Adipositaszentrum Schwerin und in die Selbsthilfegruppe „Gemeinsam von dick zu dünn“.

    In dieser Folge geben beide Frauen klar und ungeschönt eine paar Einblicke in ihren persönlichen Lebensweg mit Adipositas. Sie sprechen über mögliche Ursachen und über mögliche Ansätze mit der Erkrankung im Alltag umzugehen.

    Diese Folge haben wir am 24. März 2026 aufgenommen.

    „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking, Folge 152

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    Selbsthilfegruppe „Gemeinsam von dick zu dünn“
    am 1. Dienstag im Monat um 18:30 Uhr in der KISS, Spieltordamm 9
    Kontakt: Beatrice Rothe 0172-38 7 40 41 oder bea@m84.de

    Frieda Akuma Yovogan / Bernade Hartrampf Yovogan – Ohne Schule keine Träume

    Man müsste mal…wieder träumen!

    Das ist für Frieda und Bernade eine Herzensangelegenheit: die Förderung von Schulen in der Savannenregion im nördlichen Togo. Fast 20 Jahre sind sie bereits ehrenamtlich dabei. 2025 waren die beiden mit dem Kameramann Michael Kockot gemeinsam dort.

    Ohne Schule geht es nicht. Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder eine bessere Zukunft haben als sie selbst. Der erste Schritt aus der Armut ist oft eine gute Schulbildung. Mit dem Besuch der Grundschule in Kourdjoak verbinden auch Carine (11) und Oliver (10) große Hoffnungen.

    Nantaki Labanme studiert Deutsch in Togo. Er begleitet Carine und Olivier in ihrem Alltag zwischen Schule, Familie und Arbeit, zwischen Gegenwart und Zukunft. Frieda Yovogan und Michael Kockot halten das mit der Kamera fest. Es entsteht ein berührender Film.

    Der Film „Ohne Schule keine Träume“ zeigt ein kleines Stück des Lebensweges der beiden Kinder, die stellvertretend für viele Kinder der acht Grundschulen, die der DAZ e.V. – Deutsch-Afrikanische-Zusammenarbeit unterstützt, stehen können.

    Eine ganze Reihe Schulen aus Mecklenburg-Vorpommern begleiten die Schulprojekte des DAZ e.V. schon viele Jahre. Unter anderem dort wird der Film in den Schulklassen gezeigt. Auf diese Weise entstehen Brücken zwischen den Kindern in Togo und hier.

    In dieser Folge des Podcast „Man müsste mal …“ mit Frieda Akuma Yovogan und Bernade Hartrampt-Yovogan erfahrt Ihr, wie die Kinder an den hiesigen Schulen auf den Film reagieren, wie die Arbeit an dem Film in Togo verlaufen ist und welche tollen Dinge der DAZ e.V. sonst noch so macht.

    Diese Folge haben wir am 19. Februar 2026 aufgenommen.

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    Ricarda Wilhelm – Man müsste mal haben wir nicht!

    Man müsste mal … so etwas haben wir nicht!

    Ricarda Wilhelm ist da ganz klar: „Wenn wir etwas wirklich wollen, dann durchdenken wir das gründlich. UND dann machen wir das. So etwas wie „man müsste mal“ gibt es bei uns nicht“. Ricarda und ihr Mann Stefan sind offensichtlich keine Freunde „schwebender Angelegenheiten“.

    Das zieht sich durch das Leben der Uckermärkerin, die zum Studium nach Rostock kam, Lehrerin wurde, Schulleiterin wurde, mit Stefan eine Schule gründete und dann 2017 einen weiteren Entschluss fasste. Stefan wollte die Welt umsegeln. Für Ricarda Wilhelm war klar: „Ich kann ihn da nicht alleine losziehen lassen!“, sagt sie lachend.

    Boot finden. Boot kaufen. Auto verkaufen, Haus verkaufen. Packen. Und dann machen sie sich mit dem Segelboot sie sich 2018 auf den Weg. Es wird eine längere, abwechslungsreiche Reise, auf der einiges anders kommt, als geplant. Sie besuchen viele Länder, kommen an tolle Orte, meistern manche Herausforderung. Auf der anderen Seite der Welt, in Polynesien, überlegen sie zu bleiben. Aber sie entscheiden sich anders. In den 7 Jahren Unterwegssein entstehen zwölf Reise-Bücher. Die Nummer 13 ist in Arbeit und der Schreibtisch, an dem das neue Buch entsteht, befindet sich an Land, in Olhão, Portugal. Dort sind Ricarda und Stefan wieder an Land gegangen.

    Mit Ricarda Wilhelm sprechen Andreas Lußky und Claus Oellerking über das Machen, über das Abreisen, das Unterwegssein und über das Ankommen.

    Diese Folge haben wir am 17. Februar 2026 aufgenommen.

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